Um neuen Trainingsinput zu bekommen, sind Blümchen und ich nun regelmäßig zum Training weg gefahren. Oft waren wir unter anderen Umgebungsbedingungen noch mit maximaler Aufregung bzw. Anspannung unterwegs und konnten noch nicht zu gelassenem und harmonischen Arbeiten/Reiten kommen. Aber in jeder Einheit konnten wir neues Zutrauen zu neuer und unbekannter Umgebung bekommen. Je öfter wir weggefahren sind umso besser konnte sich Blümchen wieder auf mich konzentrieren und wir auch beim Reiten wieder in einen harmonischen Dialog kommen.

Unsere Fahrten nach Warendorf im Rahmen meiner Meisterausbildung tragen den nächsten „Selbstverständlichkeits – Punkt“ dazu bei, dass man auch in einem anderen Stall und unter völlig anderen Bedingungen – und das über mehrere Tage – mit dem selben Selbstverständnis mit ihr arbeiten kann. Viele Dinge die anfangs noch völlig angeprustet werden mussten sind mittlerweile so normal, dass man sie nicht einmal mehr eines Blickes würdigt. Auch die Gelassenheit beim Hängerfahren nimmt immer mehr zu, sodass sie auch während der Fahrt frisst und sich auch einmal eine Karotte zustecken lässt, die sie früher aufgrund der Anspannung nicht einmal angeschaut hätte.

Blümchen hat sich mit viel Übung ganz groß gemacht was das Wegfahren angeht. Wir üben auf jeden Fall weiter, damit aus Blümchen eine selbstbewusste Blume werden kann.