Blickpunkt Jungpferdeausbildung – Hèviya 1

Wie es nun einmal so ist in der Pferdewelt. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt 😉 Unsere kleine/ große Hèviya lässt sich immer wieder neu Dinge einfallen, um uns auf Trab zu halten – im wahrsten Sinne des Wortes. Nach einigen Überlegungen habe ich das Anreiten auf nächstes Jahr verschoben. Es juckt mich zwar in den Fingern die „Kleine“ ans geritten werden heranzuführen, andererseits wird sie kommendes Jahr erst vier und ihre Ausbildung soll langsam, ruhig und bedacht gestaltet werden. Zudem wächst sie im Moment immer einmal wieder vorne, dann hinten und andersherum, dass man sich nicht wundern muss, wie sie überhaupt mit ihrem Körper zurechtkommt. Zudem hat sie im Moment eine größere „Baustelle“ am Widerrist/ den Nüstern, die wohl ein Sturz ausgelöst hat, weshalb wir eine engmaschige tierärztliche/chiropraktische und tierheilpraktische Beobachtung ganz selbstverständlich vor das Geritten werden, gestellt haben.

Insofern kommt es anders und wer weiß wofür es gut ist. In der Zwischenzeit gibt es viel Zeit für Vertrauensarbeit, Kunststücke, Bodenarbeit, Longe & Doppellonge, die späteren Ausreitwege an er Hand kennenlernen und Hängertraining.

Wie schnell Hèviya lernt, alles wie ein Schwamm aufsaugt, wie vertrauensvoll und offen sie alles Neue in Augenschein nimmt, macht mich demütig und froh ihr noch ein bisschen mehr Zeit gelassen zu haben. Denn neu anlegen ist, wie wir alle im Pferdebereich wissen, immer der viel leichtere Weg als etwas umzubauen oder zu korrigieren. Inzwischen zeigt sich ihr Charakter sehr deutlich 😉. Wie oben schon beschrieben offen, neugierig und immer „freundlich“ genauso stur kann sie aber sein, und manchmal scheint sie zu sagen:“ ich bleib jetzt hier stehen, genau – so und bewege mich keinen Meter mehr!“. Die Nase ein klein bisschen verzogen, absolut zum Loslachen! 😊 Jede Einheit egal was ansteht bringt Neues und ich freue mich auf all‘ das, was wir mit Hèviya noch erleben dürfen.


Bilder von Jojo & Johanna Mairinger-Harslem