Selten gibt es ideale Bedingungen um Pferde im Winter draußen im Schnee arbeiten zu lassen. Gestern war ein wunderschöner Tag und einer der seltenen, indem die Bedingungen für das Reiten und Trainineren im Schnee perfekt waren. Kornblume war ob dem Schnee etwas skeptisch – nach dem Motto: „Bist du dir sicher, dass ich darin auch wirklich laufen kann?!“ Nach etwas Überredungskunst, war auch der letzte Zweifel ausgeräumt und sie trabte und galoppierte ausgelassen im Schnee.

Nachdem im Winter das fast ausschließliche Reiten und Training in der Halle möglich ist, und der Versuch mit Cavaletti – Training und Springgymnastik dem Hallen-Koller entgegen zu wirken, an seine Grenzen stößt, ist das Reiten im Gelände im Winter eine tolle Abwechslung. Nicht nur die mentale Abwechslung für Reiter und Pferd ist wichtig. Zusätzliche können auch konditionelle Fähigkeiten gestärkt werden.

Die konditionellen Fähigkeiten sind Basis und sind unerlässlich, um im Training z.B. an technischen Verbesserungen mit den dazu notwendigen Wiederholungen zu arbeiten. Die konditionellen Fähigkeiten teilen sich in Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Beweg-lichkeit auf. Wird eine Dressurprüfung der mittleren bis höheren Klasse analysiert, ist klar, dass diese mehrere Minuten dauert, sie z.T. eine rasche Abfolge von Lektionen beinhaltet und dass die immer höhere Komplexität es erforderlich macht, dass das Pferd bis zum Schlussgruß koordinativ und deshalb auch konditionell in der Lage sein muss, sich leicht, präzise, elastisch sowie kraft- und schwungvoll zu bewegen. Hierfür ist eine allgemeine Grundlagenausdauer erforderlich. (vgl. Deutsche Reiterliche Vereinigung 2020: 41f)

Insofern ergibt sich zur Motivation und Abwechslung auch noch nützliches Training – ohne erst den inneren Schweinehund überwinden zu müssen!

Anbei ein paar Impressionen.

Fotos von Karin Dietrichsbruckner